Thursday, March 15, 2007

Kakadu NP & Litchfield NP

Die zwei Tage im Kakadu Park waren schoen - aber gut, dass ich diese Tour vor der Litchfield-Tour gemacht habe, denn im Vergleich dazu war es gar nichts!!!


Das Beste an der Kakadu-Tour war die "Aboriginal Cultural Experience", die wir gleich morgens an einem Strand in der Naehe von Darwin auf dem Programm stehen hatten. Zuallererst wateten wir knietief ins Meer und wuschen Haende und Fuesse (ich versuchte, den Gedanken an Wuerfelquallen zu verdraengen), um der Erde unseren Respekt zu zeigen. Am Strand uebten wir uns anschliessend im Speerwerfen, mit und ohne Speerwerfer. Unglaublich, der Unterschied. Ohne Speerwerfer trudelt der Speer durch die Luft, aber mit fliegt er weit und schnurgerade, wenn man es richtig anstellt. Das Styroporkaenguru in der Ferne hat allerdings niemand getroffen. Anschliessend spielten wir ein bisschen Didgeridoo, bzw versuchten es, bevor uns als Letztes gezeigt wurde, wie die Aboriginals traditionell Schmuck aus Pflanzen und Muscheln herstellen, wobei auch wir Hand anlegen durften.
Als wir schliesslich Richtung Kakadu aufbrechen wollten, fuhr das Auto nicht mehr. Maschin kaputt. Nach ungefaehr einer Stunde bekamen wir ein Ersatzfahrzeug, und es konnte endlich losgehen. Naechster Stopp: Darwin Crocodile Farm. Viele Gehege mit Salties und Freshies, die gerade mit ganzen, allerdings toten, Huehnern bzw Huehnerkoepfen gefuettert wurden. Es war sogar ein Star unter den Salties: Burt,ein Krokodil, das in "Crocodile Dundee" mitgespielt hat! Wiedererkannt habe ich es allerdings nicht;-)

Und dann, endlich, ging es zum Kakadu National Park. Viele Bereiche im Park waren noch aufgrund der Ueberflutungen gesperrt, und aergerlicherweise war der Highway in den Park, der Darwin am naechsten liegt, unpassierbar, da eine Bruecke weggewaschen wurde. Eine Bruecke aus Beton. Also mussten wir einen Umweg fahren, sodass es knappe 4 Stunden dauerte, bis wir am Park ankamen. Wir luden unsere Sachen am Campingplatz des Mary River Roadhouse ab, auf dem wir uebernachten wuerden, assen Mittag und fuhren nachmittags endlich in den Park hinein, zum Nourlangie Rock. Einem grossen Felsen mit viel alter Aboriginal-Malerei. Das war sehr interessant, vor allem, auch die Geschichten hinter den Bildern zu lesen.
Irgendwann begann dann das alltaegliche tropische Gewitter, und es wurde frueh dunkel. Auf der Fahrt zurueck zum Roadhouse sahen wir einige Tatars (?) (=winkende Lizards), und waren zum ersten mal live beim makabren Sport des 'Cane Toad Popping' dabei.

Montag war insgesamt besser, wir wanderten durch den Busch (insgesamt ca 8km) zu zwei Wasserfaellen, in deren Rock Pools wir schwammen. Beim ersten, den Kurrundie Falls, ware eine unheimlich starke Stroemung im Pool. Wir schwammen auf die andere Seite des Pools, von wo aus wir einen perfekten Blick auf den Wasserfall hatten. Das Wasserloch des zweiten Wasserfalls, den Motorcar Falls, war groesser und hatte kaum Stroemung. An einer Stelle konnte man sogar von einem Felsen aus hinein springen, weil es tief genug war und sich keine Felsen im Wasser verbargen. Ich versuchte zweimal, unter den Wasserfall zu schwimmen. Das war sehr schwierig, da, je dichter man sich ihm naeherte, die Stroemung umso staerker wurde. Aber das Schwierigste war, dass ab ca drei Meter vor der Aufprallstelle die Luft so voller Gischt war, dass man kaum vernuenftig Luft holen konnte. Hat sehr viel Spass gemacht!



Im Anschluss ging's noch zu den Boulder Creek Falls, welche am allerschoensten waren. Mehrere kleine Wasserfaelle, die treppenstufenartig hinabfielen, und zwischen denen sich immer ein Pool befand. Man konnte in einem Pool liegen, direkt an der Kante zum naechsten Wasserfall, und ins naechste Wasserloch hinabblicken. Wunderschoen, zumal die Stelle von sattgruenen Pflanzen umwachsen war. Das Allerbeste allerdings war, wieder einmal in normalem Suesswasser zu baden! Ohne Chemikalien, wie das Leitungswasser ueberall, und ohne Salz wie das Wasser in den Hostelpools oder natuerlich das Meer.
Und dann ging's auch schoen wieder die 4 Stunden zurueck nach Darwin, wo wir abends zusammen im Vic Hotel ein kostenloses Backpacker-Essen bekamen und als Gruppe das Pub Quiz gewannen, einen Gutschein fuer Getraenke im Wert von AUD 100;-)
Spaeter gingen wir noch in den Irish Pub zur Karaoke Night.

Tja, und am naechsten Morgen ging's dann in den Litchfield NP! Unser Tourguide Joey war super. Zuerst sahen wir beeindruckende Termitenhuegel, Magnetic Termite Mounds und Cathedral Termite Mounds, bevor es zum ersten Wasserfall, den Wangi Falls ging. Wow! Was da an Wassermassen herunterkam! Schwimmen war leider verboten, da der Pool dieses Wasserfalls in der Regenzeit wohl von Krokos besiedelt ist.


Dafuer badeten wir nach einem leckeren Mittagessen in den Florence Falls und im Buley Rockhole, einem System aus kleinen Wasserfaellen, Wasserloechern und Stromschnellen. Man konnte von einem Wasserloch ins andere klettern, von einem Wasserfall zum anderen... toll. Dort regnete es noch richtig heftig.
Eine Englaenderin und ich waren so begeistert, dass Joey uns Extra-Programmpunkte anbot, waehrend die anderen badeten - eine exzellente Didgeridoo-Stunde in einem Bach im Regenwald, und ein Entspannungsprogramm in einem anderen Bach - super;-) Aber davon erzaehle ich dann lieber persoenlich, sonst fände dieser Eintrag heute kein Ende mehr!

Jetzt ist meine Zeit im Internet vorbei. Morgen geht's fuer drei Tage ins Rote Zentrum zu Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon, und anschliessend wird in Alice Springs fuer ca 2 Wochen gearbeitet - muss sein;-) Liebe Wuestengruesse nach Deutschland!

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