Saturday, January 13, 2007

Overland Track





Am 5.Januar nahm ich abends, bei immer noch ekligen 37 Grad, eine Strassenbahn von der Southern Cross Railway Station runter zum Station Pier, von dem aus die Faehre nach Tassie abfahren wuerde. Diese war riesig und erinnerte mich an die "Blue Star Ferries" in Griechenland! Um 20.40 Uhr, mit 20 Minuten Verfruehung, legten wir ab und fuhren durch die Dunkelheit ueber den Port Melbourne zur Tasmanischen See hinaus, waehrend Melbournes naechtliche Skyline sich immer weiter zu entfernen schien. Abends erkundete ich noch ein bisschen das Schiff und kaufte mir im Touristeninformationsbuero (ja, sowas gibt's da!) einen National Parks Pass fuer Tasmanien. Dann versuchte ich, ein bisschen zu schlafen, was auch relativ gut ging.




Tag 1

Um 5.20 Uhr morgens weckt mich eine schnarrende Stimme aus dem Lautsprecher, die die Uhrzeit ankuendigt und uns darueber informiert, dass wir um 6.10 Uhr in Devonport eintreffen wuerden. Einerseits denke ich, Mist, ich wollte doch bis halb sieben schlafen, da planmaessige Ankunft erst um sieben Uhr sein sollte. Andererseits war ich aber auch froh ueber die Verfruehung, da um 7.45 Uhr mein Bus abfahren wuerde und man mir gesagt hatte, zum Aussteigen solle ich 45 Minuten einkalkulieren, da ich durch die tasmanischen Quarantaene-Kontrollen muesste. Ich erwartete also in etwa so etwas wie bei der Einreise nach Australien am Flughafen von Sydney. Doch die tasmanischen Quarantaenekontrollen sind der Witz: statt der angekuendigten Sniffer-Beagles fragt mich nur eine Frau, ob ich Obst, Gemuese oder Pflanzen dabeihaette. Ich verneine und darf Tasmanien betreten.
Es ist erst 6.45 Uhr, und somit habe ich noch eine Stunde bis zur Abfahrt des Tassie-Link-Busses. Diese verbringe ich im Terminal und ziehe mir schonmal meine Wanderklamotten an.

Im Gegensatz zum 38 Grad heissen Melbourne ist es in Devonport richtig kuehl und windig (15 Grad). Das hatte ich schon morgens auf der "Spirit of Tasmania" festgestellt, als ich auf dem Oberdeck von den "roaring fourties'-Winden herumgeschubst wurde und mir der Milchschaum vom Cappuccino wegflog.

Am Devonport Info Centre muss ich umsteigen und noch einmal eine halbe Stunde auf den Bus zum Cradle Mountain Visitor Centre warten . Eine Tasche hatte ich gleich mit dem ersten Bus nach Hobart weitergeschickt, mit all dem Kram, mit dem ich mich auf dem Overland Track nicht tragen wollte. So sitze ich nur mit meinem grossen Rucksack (mit so wenig Gepaeck wie lange nicht mehr) und bekleidet mit Leggins, Shorts, Gaiters, Wanderstiefeln, langaermligem Thermo-Unterhemd, T-Shirt, Windjacke und Regenhose im Nieselregen und warte auf den Bus. Obwohl das ja fuer 15 Grad verhaeltnismaessig dick angezogen ist fror ich etwas. Nach acht Monaten auf dem australischen Festland aber wahrscheinlich auch kein Wunder:-)

8.30 Uhr. Der TassieLink-Bus faehrt puenktlich in Devonport ab. Wir fahren ins tasmanische Huegelland hinein; die Wolken haengen unglaublich tief. Ab und zu schauen Bergspitzen oben raus, was sehr schoen aussieht. Im historisch wirkenden Sheffield machen wir eine Pause an einer Baeckerei. Ich esse einen Apfel-Zimt-Muffin (normaler Groesse!), das letzte Frische fuer eine Woche. Gegen 10.30 Uhr erreichen wir den Eingang des Cradle Mountain NP. Direkt hinter der Parkgrenze kreuzt ein Schnabeligel die Strasse, schonmal ein guter Anfang!
Im Visitor Centre checke ich ein und bekomme meinen Overland Track-Pass. Die Wettervorhersage sagt Regen ab dem Nachmittag voraus. Ich hoffe, davor an der ersten Huette, meinem Tagesetappenende, anzukommen, und steige in den kostenlosen Shuttlebus ein, der mich noch ca 5 km weit in den Park hineinbringt, zum Ronny Creek Car Park.
Dort trage ich meinen Abmarsch ins Logbuch ein und beginne gegen elf Uhr meine Reise auf dem Overland Track durch die Wildnis Tasmaniens.



Das Schwerste in meinem Rucksack ist das Essen. Meine Verpflegung fuer die naechste Woche sieht folgendermassen aus: 1 Packung Reis, 1 Tuete Polenta, 1 Tuete Haferflocken, 1 Tuete Instant-Kartoffelpueree, 1 Tuete getrocknete gruene Erbsen, 4 Tuetchen Suppenpulver, 3 Paeckchen 2-min-Noodles, 20 Teebeutel, 1 Packung Pumpernickel (!!!), 2 Packungen Knaeckebrot, 1 "Glas" (aus Plastik) Honig, eine Packung Schmelzkaeseecken, 8 Muesliriegel, 1 Sesamriegel, 1 Pck Walnuesse, 1 Pck Paranuesse, 1 Pck Cashew-Kerne, 3 Tafeln Schokolade und Gewuerze.

Am Anfang fuehrt der Track ueber einen ordentlichen, gut gebauten Holzbohlenweg, bevor er beginnt, anzusteigen. Noch bin ich die Einzige mit einem grossen Rucksack, die anderen sind alles Tagesausfluegler. Trotzdem habe ich bald die meisten ueberholt. Bereits nach einer halben Stunde stehe ich am Ufer des wunderschoenen, von alpinen Bergen umgebenen Crater Lake.

Der Weg steigt weiter an, wir muessen heute rauf aufs Cradle Plateau. Ein Stueck ist richtig steil, man muss Felsen hinaufklettern. Zum Glueck gibt es ein Drahtseil, an dem ich mich hochziehe. Die Wolken haengen sehr tief, trotzdem ist der Ausblick klasse. Endlich mal wieder Berge!
Am Marions Lookout, schon fast oben auf dem Plateau, mache ich Pause, wie viele andere Wanderer auch. Dann geht es weiter. 15 Minuten nach Passieren der urigen Kitchen Hut, die heute nur noch tagsueber benutzt werden darf, bin ich oben auf dem freien, weiten, ungeschuetzten Cradle Plateau.
Die Wolken verdichten und verdunkeln sich in rasanter Geschwindigkeit, hier oben bin ich dem Wetter schutzlos ausgeliefert. Schliesslich beginnt es erst leicht, dann bald staerker an zu regnen. Sofort ziehe ich Regencape und -hose an. Auch der Wind frischt auf. Einige Boen sind so stark, dass ich ins Taumeln gerate. Der grosse Rucksack scheint als Windfang zu fungieren.
Langsam geht es leicht bergab. Ich lerne meine erste Lektion: Regen kann schoen sein, und Wandern im Regen kann sehr viel Spass machen. Auch ein Regencape kann im Regen sicher recht nuetzlich sein. Aber hier im Wind ist es eher ein Aergernis. Es flattert nutzlos um mich herum , statt den Regen abzufangen.

An einer besonders holprigen und steinigen Stelle schaue ich direkt nach unten auf den Weg, um keinen falschen Schritt zu machen, als sich ploetzlich nur 1 Meter vor mir etwas bewegt, etwas recht Grosses. Ich erschrecke etwas, sehe dann aber, dass es ein Wombat ist! Gleich am ersten Tag! Es steht mitten auf dem Weg, frisst in aller Ruhe und laesst sich durch mich ueberhaupt nicht stoeren.



Schliesslich geht es treppenstufenartig bergab. Auch hier, wie an vielen anderen Stellen zuvor, laeuft man eher in einem Bach statt auf einem Weg. Gegen 16 Uhr erreiche ich die Waterfall Valley Hut, meinen ersten Uebernachtungsort. Sonst ist noch niemand da. Ich haenge meine nasse Kleidung auf und ziehe mich um. Nach und nach kommen mehr Wanderer an, all die, die den Overland Track am selben Tag begonnen haben wie ich. Die Huette fuellt sich, und ich belege einen Platz auf einer der oberen Holzplattformen mit meiner Isomatte.
An diesem Abend lerne ich die meisten der anderen Wanderer kennen. Bis auf zwei Berlinerinnen sind nur Australier da. Toll!:-)

Abends gibt es Suppe mit Reis, und es macht auch Spass, den anderen beim Kochen zuzusehen. Neben der Huette aest friedlich ein sehr goldiges Bennetts Wallaby.

Tag 2

Regen, Regen, Regen. Die Etappe fuer heute: 7,75 Kilometer zur Windermere Hut. Die kuerzeste Etappe des gesamten Tracks, passend zum Wetter. Da es kontinuierlich regnet, verzichte ich auf den Abstecher zum Lake Wills, ich komme auch so an genug Seen vorbei. Schon gestern konnte ich leider keinen Abstecher machen, weder zum Gipfel des Cradle Mountain, noch auf den Barn Bluff, da die Gipfel wolkenverhangen und das Wetter zu unbestaendig war.

Der Weg geht mal aufwaerts, mal abwaerts. Die Holzbohlen sind sehr morsch, oft eingebrochen, und manche schwimmen auf dem Wasser unter dem Boardwalk. Tritt man darauf, versinkt man im Nass. Meine Stiefel haben sich laengst vollgesaugt, ich fuehle, wie das Wasser beim Laufen hin und her schwappt. Auch meine Klamotten waren morgens immer noch nass vom Vortag. Durch das Laufen wurde mir aber schnell warm. Nur beim Stehenbleiben wird es rasch kuehl. Es regnet und regnet. Meistens ist es nur ein leichter Nieselregen, und das Wetter passt zur Landschaft, einem Hochmoor. Schon um 11 Uhr vormittags erreiche ich die Huette.
Den Nachmittag vetreibe ich mir mit Tagebuch schreiben, Fotos angucken, Unterhaltungen mit Mitwanderern und einem kurzen Ausflug zum Lake Windermere.
Abends sehe ich an der Huette mein erstes Pademelon. Suess!



Am zweiten Abend kenne ich bereits die meisten Wanderer mit Namen. Cindy und Coral, zwei Schwestern aus den Blue Mountains (45 und 51) sind sehr nett, ebenso wie die beiden Berlinerinnen Claudia und Sabina, oder Nick aus Wagga Wagga mit seinen Soehnen Royce und Doug (16 und 14). Und ihr erratet ja nicht, wen ich noch auf dem Track getroffen habe!!! Na...? Na...? OPA HOPPENSTEDT!!! Corals und Cindys Vater, schon Mitte 70, aber fit wie ein Turnschuh. Und lustig, sag ich euch! Ich habe die ganze Zeit ueberlegt, an wen er mich so stark erinnert. Erst dachte ich, Ottos Grossvater aus dem "Katastrofenfilm", aber dann kam ich darauf, dass es Opa Hoppenstedt ist, wie er leibt und lebt!!!

Mit ihm, seinen Toechtern, und Royce und Doug unterhalte ich mich an dem Abend. Sie sind alle sehr nett, und unsere Gespraeche drehen sich um Krokodile, Schlangen, australische Poesie... vor allem der Alte bringt mich und alle anderen staendig zum Lachen.
Ploetzlich ist es 20.30 Uhr, und ich mache mich bettfertig. Draussen ist es noch taghell, das ist so ungewohnt! In Australien ist es um diese Zeit laengst dunkel! Drueben im Zimmer wird unter grossem Hallo noch das australische Partyspiel "stinky coin" oder auch "cracker jack" gespielt.
Ich moechte schlafen - morgen liegt eine lange Etappe vor mir, und ich habe vor, frueh loszuziehen. Hoffentlich hoert der Regen auf!

Tag 3

Nachts graupelt es sogar. Verdammt. Dieser Niederschlag muss doch mal aufhoeren! Tag 3 ist der laengste Tag, 17 Kilometer. Im Regen sicher kein grosser Spass.
Als ich morgens aufwache, sehe ich aus dem Fenster strahlend blauen Himmel und die Sonne scheinen. Jippie! Anderthalb Stunden spaeter bin ich abmarschbereit und laufe los. Bei Sonnenschein ein ganz anderes Gefuehl, und die Landschaft wirkt voellig neu auf mich. Da es trocken ist, stoppe ich oft fuer Fotos. Anfangs windet sich der Weg wunderschoen durch kleine Waeldchen, auf und ab ueber Huegel, waehrend er sich ganz allmaehlich den Berg hinaufschraubt. Bald bin ich auf der Hochebene angelangt, einer wunderschoenen, weiten Buttongrass-Ebene. In der Ferne sehe ich Berge, doch dort, wo ich laufe, ist es flach. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen, und ich geniesse es, alleine durch diese Weite, in dieser wunderschoenen Landschaft zu wandern.



Unglaublich viele Seen, kleinere und groessere, und Rinnsaele verstecken sich hier im Gras. Wie schoen, mal wieder so viel Suesswasser zu sehen! Bald zweigt links ein kleiner Pfad zum Forth Valley Lookout ab. Es ist ein winziger Abstecher, den ich mitnehme. Der Blick hinab ins Tal ist grandios. Tief unter mir ist das Land von gruenen Baumkronen bedeckt, und in der Luft sehe ich einen wedge-tailed eagle, eine Adlerart. Am Lookout treffe ich Sabina und Claudia, die gerade Rast machen. Fuer mich geht es gleich weiter, heute liegt noch eine weite Strecke vor mir. Ich ueberquere einige Baeche und wandere auf hoelzernen Boardwalks durchs Pine-Forest-Hochmoor. Der Zustand der Boardwalks ist mal besser, mal schlechter. Oft sinke ich mitsamt der Holzplanke, auf die ich gerade trete, im Morast ein. Schwipp-schwapp.

Bald schon geht es bergab, der Weg schlaengelt sich durch nassen Wald ueber schlammigen Lehmboden am Mt Pelion West entlang, immer weiter hinab, bis ins Tal. Frog Flats. Eine tiefe, warme Senke, der tiefste Punkt, den ich waehrend des Overland Tracks passieren werde.
Anschliessend geht es wieder bergauf, durch wunderschoenen Regenwald. Der Weg ist klasse, ich geniesse den Wald und das Laufen, das inzwischen fast zur Gewohnheit geworden ist. Aber die Strecke heute ist weit, und ich spuere den -nicht gerade ergonomischen- Rucksack schmerzhaft auf die Schultern druecken. Doch bis zur Huette kann es nicht mehr weit sein.

Die New Pelion Hut ist riesig. Ich lade mein Zeug ab und ziehe mich um. In der Sonne trocknet meine Kleidung schnell. Es ist sehr warm, und mir steht der Sinn nach Schwimmen, da ich seit 3 Tagen nicht geduscht/gebadet habe (die Huetten sind sehr einfach: einige Holztische und -baenke, Schlafplattformen, eine Biotoilette, bei denen man eine Tasse Reishuelsen auf seine Hinterlassenschaften kippen soll, und ein Regenwassertank. Dieses kostbare Regenwasser sollte man aber nicht zum Waschen verwenden). Unweit der Huette fliesst der Douglas Creek, und 20 Minuten weiter, an der Old Pelion Hut, einer historischen Huette, soll es ein tolles Badeloch geben.
Der Weg dorthin ist sehr morastig, ich sinke oefters tief ein.
Am Bach angekommen, stecke ich erst meine Fuesse ins Wasser. Es ist eiskalt und schneidet richtig in die Haut an den Knoecheln ein. Gebirgsbach. Ich wasche mich erst, um mich an die Kaelte zu gewoehnen, und springe dann mit einem Satz hinein. Brrr! Ich mache einige schnelle Schwimmzuege und strecke meinen Kopf unter Wasser. Anschliessend bin ich gut durchblutet! Ich setze mich auf die Felsen und lasse mich von der Sonne trocknen. Spaeter kommen noch Nick und Doug fuer ein Bad vorbei.



In der Huette sind mittlererweile fast alle aus unserer "Wanderfamilie" angekommen. Abends erzaehlen wir wie ueblich und tauschen die Erlebnisse des Tages aus. Walter aus einer 5-koepfigen Maennertruppe bietet Oel-Fussmassagen an. Seine Gruppe hat mich als eine Art Maskottchen adoptiert:-)

Hoffentlich bleibt das Wetter so schoen, denn morgen bietet sich die Gelegenheit, den Mount Ossa, den hoechsten Berg Tasmaniens, zu erklimmen! Diese Gelegenheit moechte ich nicht auslassen, zumal die Etappe morgen sonst sehr kurz waere - nur neun Kilometer.

Tag 4

Beim Aufstehen, wie ueblich gegen halb sieben, haengen die Wolken sehr tief. Neiiiin! Verzieht euch bitte, ich moechte doch auf den Gipfel des Mount Ossa! Naja, erstmal fruehstuecken und auf den Pelion Gap rauf, bis dann kann es ja ganz anders aussehen.
Gegen acht Uhr komme ich von der Huette los. Der Weg zum Pelion Gap geht recht steil bergauf. Ich mache oft kurze Pausen. Bei einer Muesliriegel-Pause ueberholt mich sie super family aus Queensland mit den langen Beinen: Vater, Mutter und vier Kinder zwischen 15 und 21, die alle riesig sind und mit ihren langen Beinen unglaublich schnell laufen:-)



Nach ca. anderthalb Stunden stehe ich auf dem Pass, dem Pelion Gap. Dort laedt die super family gerade ihre Rucksaecke ab. Ich tue dasselbe und packe alles Wichtige in meinen kleinen Rucksack: Esen, Trinken, Regenzeug, Muetze, Kamera. Rechts von uns ragt nur ein Berg auf, an dessen Gipfel ab und an Wolken vorueberziehen. Das muss er sein, und so sehr hoch ist er gar nicht. Ich laufe los, und anfangs ist der Weg toll, sehr angenehm und nur maessig ansteigend. Das aendert sich bald, es wird steiler, felsiger, und auf halber Strecke fuehrt der Weg um den Berg herum. Nanu, das ist ja komisch, warum geht's nicht direkt hinauf? Da taucht ploetzlich vor mir ein anderer Berg auf, ein viel hoeherer. Das ist dann wohl der Mount Ossa! Oh, dann dauert's aber doch noch etwas, bis ich da oben bin! Der Weg ist recht steil, serpentinenartig und felsig, und wieder taucht ein neuer, ein hoeherer Gipfel auf. Ahhh!

Es ist bewoelkt und frisch, ehrlich gesagt, schweinekalt. Ich habe meine Windjacke bis zum Kragen geschlossen und meine Muetze aufgesetzt. Der Blick ins Tal ist wunderschoen. Ploetzlich stehe ich vor einer hohen, recht glatten steilen Felswand. Das muss das letzte Stueck sein! Ich muss richtig die Felsen hochklettern. Es macht Spass, ist aber auch sehr anstrengend.


Dann bin ich oben!!! Ich stehe auf einem mich ans Felsenmeer erinnernden Gipfelplateau. Auf einem grossen Felsen sitzt die super family, ich suche mir einen anderen aus.
Der Blick ist atemberaubend, die Schoenheit der Landschaft wird von hier oben nochmal mehr deutlich. Ich mache viele, viele Fotos... Ab und zu pfeift eine eisige Windboe uebers Plateau, aber wenn die Sonne bei Windstille zwischen den Wolken hervorkommt, ist es richtig warm.



Nach und nach kommen mehr Wanderer an: erst Opa Hoppenstedt, der wie ein junges Reh von Felsen zu Felsen huepft, und dann noch meint, er wuenschte, er waere noch so beweglich wie ich, und dann die Maennergruppe von Walter.
Ich klettere auf den hoechsten Felsen, den "richtigen" Gipfel, was mir von Royce den Spitznamen "mountain girl" einbringt, da ich einen glatten, recht schraegen Felsen hinaufmuss und man sich mit den Fingern in einer kleinen Spalte festkrallen muss:-)

Ich bleibe ca. zweieinhalb Stunden oben und geniesse es, das Gefuehl, auf dem Dach Tasmaniens zu stehen, die Aussicht, die Kletterei auf den Felsen. Wir koennen den Cradle Mountain und Barn Bluff sehen, am Beginn des Tracks, und zur anderen Seite in der Ferne den Lake St Clair, an dem unsere Reise enden wird. Beim Abstieg treffe ich andere aus unserer "Familie".


Vom Pelion Gap geht es nun bergab zur Kia Ora Hut, unserem Nachtlager. Wissend, dass es nur 4,5 Kilometer sind geht es recht zuegig, auch wenn die Wanderstiefel mit jedem Tag enger zu werden scheinen. Bei einer kurzen Pause im Moor sehe ich, wie sich eine tiger snake davonschlaengelt. Fuer einen Moment klopft mein Herz schneller, diese Schlange ist doch recht giftig. Es gibt nur drei Schlangenarten auf Tassie, und alle drei sind giftig.

Neben der Kia Ora Hut fliesst der Kia Ora Creek ins Tal. An diesem Nachmittag schwimme ich im perfektesten Badeloch ueberhaupt: unterhalb eines Wasserfalls in dessen kleinem, ruhigen "plunge pool". Meine Wanderklamotten sind in der Sonne schon wieder getrocknet. Da es wunderbar warm ist, lege ich mich auf die Terrasse der Huette und lasse mich trocknen. Doch sobald die Sonne hinter der Huette verschwindet wird es kuehl.

Nach dem Abendessen fordert Walters Team alle auf, auf der Terrasse das beliebte australische Spiel "broom" zu spielen. Da wir keinen Besen haben nehmen wir einen Wanderstock. Es ist sehr sehr lustig, wir sind alle nur am Lachen (bis man selbst an der Reihe ist... :-) Und vor allem, durch die Bank weg sind Leute jeden Alters dabei. Das Spiel ist simpel, eigentlich ziemlich bescheuert, aber macht unglaublich viel Spass. Das kommt dann auf euch zu, wenn ich wieder in Deutschland bin:-)
Im Anschluss wird der Wanderstock zur Limbostange umfunktioniert und alle machen mit... herrlich.

Abends ueberlege ich, ob man diese australischen Spiele auch in Deutschland spielen koennte, und ob in so einer gemischten Gruppe auch alle dabei waeren.
Zwei aus Walters Gruppe schlafen im Zelt - da dieser fieserweise Brotkrumen drumherum gestreut hat werden die beiden die ganze Nacht von Possums und Wombats wachgehalten und stolpern gegen drei Uhr in die Huette: "some bastard put food around our tent and the platform is full of possums and wombats!"

P.S.: Nachmittags hatten wir von der "commercial group", der gefuehrten Wandergruppe, die abends in privaten Huetten schlafen, 3-Gaenge-Menues gekocht bekommen und abends warm duschen, frisches Brot geschenkt bekommen... frisches Brot!!! Sie dafuer von uns den Namen "pretenders"... Diese privaten Huetten sind verdammt gut versteckt, obwohl sie auf der Karte eingezeichnet sind und ich immer versucht habe, sie zu erspaehen, war ich jedes Mal erfolglos.

Tag 5

Heute liegen wieder nur zehn Kilometer vor mir, bis zur Windy Ridge Hut, der vorletzten Huette des Tracks. Das Wetter ist strahlend schoen, und vor allem, es ist trocken. Wooo-hoo!
Abstecher gibt es heute zwei kuerzere, die zu drei verschiedenen Wasserfaellen fuehren. Ich nehme mir alle drei vor.
In dem Wissen, dass die Strecke heute kurz sein wird, faellt es mir schwer, um halb sieben den Schlafsack zu verlassen. Letztendlich laufe ich erst um halb zehn los.

Das Laufen faellt heute so leicht wie an keinem anderen Tag zuvor. Anscheinend hat sich mein Koerper jetzt an die Anstrengung gewoehnt. Ich komme zuegig voran. Der Weg fuehrt in etwa eben durch wunderschoenen gruenen moosigen Wald. Am ersten Abzweig lasse ich meinen Rucksack stehen und laufe durch den Wald bergab. Von unten kommt mir die super family entgegen und raet mir, erst den rechten Wasserfall zu nehmen, dann den linken. Ich befolge ihren Rat. Das rauschen der "Fergusson Falls" ist schon von Weitem zu hoeren. Ploetzlich stehe ich davor und bin gebannt. So viel Wasser kommt da runter! Einen so grossen Wasserfall habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen! Man kann direkt an der Kante stehen, in die Schlucht hinunterblicken, es gibt keinen bloeden Zaun oder Gelaender. Hier ist man weit weg von den Massenbesuchern (und Japanern mit Fotoapparaten), es ist Natur pur.

Der linke Wasserfall, die "D'Alton Falls", sind noch schoener. Wow! Statt eines einzigen grossen Falls platscht hier ein Teil des Wassers stufenartig, aber doch sehr steil, ueber mehrere Felsen hinweg hinab ins Tal. Mir gefaellt er besser als der erste, ich stehe am Rand der Schlucht, hoere das Rauschen des Wassers, fuehle die kuehle, frische feuchte Luft. Ich koennte laenger hier bleiben!



Oben am Rucksackabstellpunkt ist gerade Opa Hoppenstedt angekommen, der hier auf seine "langsamen" Toechter warten wird. Er macht sich mit seinem Billy auf in den Wald, um Wasser fuer seinen morning tea zu holen, und um zu schauen, was der Busch "sonst noch so zu bieten" hat. Vielleicht wieder ein paar Eukalyptusblaetter fuer den Tee wie am Tag zuvor...?

Ich laufe weiter durch den schoenen Wald. Teilweise ist der Boden sehr schlammig. Schliesslich gelange ich an den naechsten Abzweig, der zu den "Hartnett Falls" fuehrt. Wieder stelle ich meinen Rucksack ab und laufe los. Erst steige ich in die Schlucht hinab, um den Bach von nahem zu sehen und den Wasserfall von unten im Ganzen. Dann klettere ich wieder hinauf und stelle mich direkt neben die Kante, ueber die das Wasser nach unten stuerzt. Ein Wahnsinns-Gefuehl und - ausblick! Es geht senkrecht hinunter.

Von den Kilometern her habe ich schon die Strecke halb geschafft, allerdings muss ich noch ueber den Du Cane Gap hinueber, bevor es zur Windy Ridge Hut hinabgeht. Der Weg stegt maessig-angenehm an, doch mit dem grossen Rucksack wird auch das bald anstrengend. Eine halbe Stunde spaeter stehe ich auf dem Pass, neben mir ragt die Du Cane-Range auf.

Nach einer weiteren halben Stunde maessigen Bergabs sehe ich die Huette: klein, und mitten im Wald gelegen. Ich bin alleine dort, gehe hinein, und esse Mittag. Meine Wanderstiefel lasse ich an, ich spiele mit dem Gedanken, weiterzulaufen, da es erst 15 Uhr ist und ich irgendwie keine Lust habe, den Nachmittag in der Huette zu verbringen.

Bis zur naechsten Huette, der Narcissus Hut, waeren es nochmal neun Kilometer, und das waere dann schon die letzte Huette, am Lake St Clair gelegen. Ich bin sehr unentschlossen. Nach und nach kommen mehr Wanderer an; ich ueberlege, was ich machen soll, und lese die letzten Eintragungen im Huettenlogbuch. Dieser Willi Schroeder zum Beispiel, der bestimmt deutsch ist, und der immer einen Tag Vorsprung hatte, ist heute erst hier durchgekommen! Schliesslich faellt mein Entschluss: ich werde weiterlaufen.
Die ersten Schritte nach dieser doch recht langen Pause sind etwas steif und staksig, aber bald ist wieder alles geschmeidig gelaufen. Es ist 15.45 Uhr, und ich weiss, dass ich erst spaet an der naechsten Huette ankommen werde. Trotzdem laufe ich los.

Nach einer Dreiviertelstunde stehe ich am Abzweig zum Pine Valley, die Haelfte des Weges ist geschafft. Ich mache eine knappe Stunde Pause, dann geht's weiter. Der Weg ist eben und wunderschoen. Ich geniesse die Natur, morgen werde ich wieder halbwegs in der Zivilisation sein. Wie wird das wohl sein? Toiletten mit Spuelung, Duschen, Autos, Laerm?

Die Zeit fliegt dahin, ploetzlich stehe ich an einer schmalen Haengebruecke. Von hier ist es nur noch eine Viertelstunde bis zur Huette. Es darf immer nur eine Person gleichzeitig hinueberlaufen, fuer mich ja kein Problem:-) Das stille Wasser unter der Bruecke funkelt im Sonnenlicht. Ich blicke zurueck auf die Berge, auf den Wald. Irgendwie scheint diese Bruecke den Abschied von der Wildnis zu symbolisieren und den Weg in die moderne Welt einzuleiten. So etwas technisch Konstruiertes habe ich die letzten fuenf Tage nicht gesehen.

Eigentlich ist es eher ein Haengesteg. Ich laufe hinueber, er schwankt bedenklich, und ich ueberlege, wie schwer diese eine Person sein darf...
Die letzten 15 Minuten laufe ich abwechselnd durch Buttongrass-Ebenen und durch Wald.
Schliesslich sehe ich die Huette - und mein Herz macht einen Freudensprung: sie ist "wilder" und "unzivilisierter" als gedacht - genauso wie die anderen Huetten entlang des Tracks!
Vor der Huette sitzt die super family und begruesst mich froehlich. Ich setzt mich ebenfalls vor die Huette und koche Abendessen. Es ist sehr friedlich. Nur fuenf Meter entfernt hopst ein Pademelon herum und frisst, und sein kleines joey beugt sich weit aus dem Beutel heraus.
Morgen werde ich mit der Faehre ueber den See fahren und die Wildnis endgueltig hinter mir lassen...

Tag 6

Ich schlafe recht lange, so schnell kriegt mich heute nichts aus den Federn. Nach einem spaeten Fruestueck vor der Huette packe ich meinen Rucksack und setze mich draussen hin. Die naechste Faehre faehrt um 13 Uhr, bis dahin sind es noch drei Stunden! Meine Wanderstiefel ziehe ich heute nicht an, ich goenne meinen Fuessen eine Pause und haenge sie, an den Schnuersenkeln zusammengeknotet, an den Karabinerhaken aussen an meinem Rucksack. Zusammen mit Wollsocken ist es auch in Sandalen warm genug.

Nach und nach erreichen mehr Wanderer die Huette, es wird voller. Ich moechte noch ein bisschen die Ruhe geniessen und laufe schonmal die fuenf Minuten zur Jetty runter. Dort lege ich mich auf die Holzplanken und geniesse noch die Natur, die Still und die waermende Sonne.

Nachdem sich die Jetty gefuellt hat, kommt auch die Faehre, ein Mini-Katamaran! Die Bootsfahrt ist klasse, das Boot huepft ueber die Wellen und das Wasser spritzt sehr hoch.
Am Lake St Clair Visitor Centre de-registriere ich mich im Overland Track-Logbuch und schlage mein Zelt auf dem waldigen Campingplatz auf. Eine Nacht werde ich hier schlafen, bevor morgen Abend der Bus nach Hobart faehrt.



Die naechsten zwei Stunden streune ich umher und erkunde die Umgebung. Eigentlich wuerde ich gerne duschen, vor allem, da ich noch ein sauberes T-Shirt im Rucksack habe, aber die Duschmarken sind momentan ausgegangen. Somit muss ich noch etwas warten. Man kann nichtmal kalt duschen. Es gibt nur warmes Wasser, und das nur mit Marke - arghhh!
Als ich vom See wieder Richtung Visitor Centre hochlaufe, ertoent ein schriller Pfiff. Ich sehe mich um - da steht Opa Hoppenstedt in der Tuer des Cafes und winkt mich herueber!
Grinsend laufe ich an all den Leuten vorbei, die sich sichtlich ueber den forschen, energischen Alten amuesieren...Drinnen sitzen ein paar aus unserer "Gruppe" zusammen und erzaehlen. Ich setze mich dazu, und Coral, Cindy, die Berlinerinnen, Opa Hoppenstedt und ich verabreden uns fuer's Abendessen.

Letztendlich komme ich doch noch zum Duschen - was fuer ein Luxus, warmes Wasser!
Gegen sieben treffe ich mich mit den anderen, und wir fahren mit Cindys Auto fuenf Kilometer in den naechsten Ort, nach Derwent Bridge. Schon die Fahrt ist sehr lustig, das kann ein Abend werden.. alles faengt mit den Strassenshildern an. Das erste ist noch normal, "Achtung Schnabeligel". Das zweite ist sicherlich fuer Leute wie uns bestimmt, die fuenf oder sechs Tage in der Wildnis waren: "Achtung, Menschen waehrend der naechsten vier Kilometer!". Aber das beste kommt erst noch: eine umkringelte 45, und darueber ein Riesenkaenguru, das ein Auto hochhebt! Wir amuesieren uns und spekulieren, was es zu bedeuten haben koennte - mit mehr als 45 Insassen koennte es fuer's Kaenguru schwer werden, das Fahrzeug hochzuheben? Und wo kommt ueberhaupt das grosse Kaenguru her? Eins dieser tasmanischen Riesen-Kaengurus...? Aeh, Wallabies...? :-)

Im Restaurant werden wir mit tasmanischer Freundlichkeit und Stimmung konfrontiert ... :-) Mehr dazu dann persoenlich, sonst endet dieser Eintrag nie...!

Abends ist es bitterkalt, ich streune vor dem Ins-Zelt-Kriechen noch etwas ueber den Zeltplatz und werde mit viel viel "wildlife" belohnt: kolossartigen ring-tail possums, niedlichen brush-tail possums, und zwei Tasmanischen Teufeln (oder vielleicht war es auch der gleiche zweimal...?)! Juhu!!! Ich bin begeistert, so viele Tiere habe ich auf dem ganzen Track nicht gesehen! Aber wehe, ihr knabbert heute Nacht ein Loch ins Zelt, um ans Essen zu kommen!!!
Die Sterne leuchten sehr hell; und als ich ins Zelt krieche, hoere ich possums drumherum tapsen. Wehe, wehe...

Tag 7

Nachts ist es eiskalt. Ich wache oft auf und denke, morgens wird die Sonne das Zelt schnell aufheizen. Pustekuchen! Dichte Wolken verhindern das. Als ich um zehn Uhr mal wieder aufwache, ist es immer noch schweinekalt. Ich bleibe liegen, habe heute nichts vor.
Gegen halb zwoelf "fruehstuecke" ich vor dem Zelt: Tee, Walnuesse und Schokolade.
Hoffentlich regnet es heute nicht, ich moechte nachher kein nasses Zelt einpacken muessen. Ich stopfe min ganzes Zeug in den Rucksack und lasse ihn so fertig gepackt im Zelt liegen. So muss ich nachher nur noch dieses abbauen, was recht schnell geht.


Den Tag verbringe ich mit Fotos machen, Tagebuch schreiben, einem Besuch im Info Centre des Parks and Wildlife Service, herumgammeln, Geplauder mit Claudia und Sabina und Coral, Cindy und Opa Hoppenstedt. Nachmittags kommen einige leichte Schauer runter, aber nicht so stark, als dass sie das Zelt durchnaessen wuerden. Irgendwann baue ich es ab, befestige es am Rucksack und stelle diesen am Visitor Centre ab. Noch eine Stunde bis zur Abfahrt des Busses, der mich endgueltig zurueck in die Zivilisation bringen wird.
Coral, Cindy und Opa Hoppenstedt bestehen darauf, mich und Al&Vanessa, zwei andere aus unserer "Gruppe", zum Bus zu bringen und uns zum Abschied hinterherzuwinken. Goldig!



Die Fahrt nach Hobart ist lang und verregnet. Aus dem Busfenster sehe ich ein Wallaby, und auf einem See die typisch australischen schwarzen Schwaene. Ausserdem grosse Schafherden.
Vor mir sitzt Willi Schroeder - jetzt weiss ich doch noch, wer er ist! Gegen halb zehn komme ich in Hobart an und frage mich zum "Pickled Frog"-Hostel durch. An der Rezeption werde ich mit australischer Laessigkeit "Kleinen Moment, wir gewinnen gerade ein Cricket-Spiel!"empfangen. Gehoert Tasmanien vielleicht doch zu Australien...? :-)

Nach acht Naechten schlafe ich wieder in einem Bett auf einer richtigen Matratze. Das Doppelstockbett ist spektakulaer wackelig und knarrt und quietscht bedenklich.
Ich wuerde gerne schlafen, aber draussen auf dem Gang finden noch Gespraeche statt, die man eigentlich nicht hoeren moechte... bzw auf die ich gut verzichten koennte. Das scheint der Unterschied zu sein... die Tage in der Wildnis waren schoen, sehr schoen, und die Natur Tasmaniens ist klasse. Sehr anders als auf dem australischen Festland, aber wunderschoen.
Nur die Tasmanier koennten noch etws an ihren Umgangsformen arbeiten...
Allerdings bin ich nicht die Einzige, der dieser Unterschied zu den Australiern aufgefallen ist. Jeder, mit dem ich mich darueber unterhielt, sieht es so, egal, ob Backpacker oder Festland-Aussie!

Naja, Donnerstag fliege ich wieder zurueck nach Australien!!!

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