Saturday, January 27, 2007

Melbourne


Launceston war ganz schoen, klein und alt. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen, weil ich dort nicht viel mehr getan habe als mir die Innenstadt anzuschauen und auf der Wiese im City Park zu chillen;-)

Nachmittags wurde ich vom Airport Shuttle abgeholt, das mich zum winzigen Launceston Airport gebracht hat. Die Zeit bis zum Abflug habe ich damit verbracht, einen Fragebogen fuer Tourism Tasmania auszufuellen: wo ich war, was mir gefallen hat und was man verbessern koennte, um einen Urlaub in Tassie noch angenehmer zu gestalten. Ich habe geschrieben, dass die Tasmanier freundlicher und relaxter sein koennten...;-), und, dass ich die Natur mehr genossen habe als die Staedte.

Um halb fuenf liefen wir uebers Rollfeld zur Virgin Blue-Maschine, und starteten zehn Minuten spaeter. Von meinem Fensterplatz aus konnte ich wunderschoen die Kuestenlinie von Tasmanien sehen, als wir dieses hinter uns liessen, und danach den tiefblauen Ozean. Viel zu schnell kamen wir in Melbourne an. Dort wartete gerade der Fahrer des Shuttlebusses vom Hotel Bakpak, sodass die Entscheidung, in welches Hostel ich gehen wuerde, schnell gefallen war.
Mit im Bus waren noch zwei Daenen, die gerade aus Kopenhagen angekommen waren und sich ueber den Linksverkehr amuesierten. Auf dieser Fahrt bekam ich auch endlich einmal das Melbourne-spezifische Rechtsabbiegen zu sehen, von dem ich schon viel gehoert hatte: moechte man an einer Kreuzung nach rechts abbiegen, muss man sich auf der aeussersten linken Spur einordnen, mitten auf der Kreuzung stehen bleiben, und wenn die Ampel dann wieder rot ist, darf man abbiegen...
Das klingt jetzt vielleicht ziemlich sinnlos, ist es aber nicht, weil in Melbourne in der Mitte der Strasse die Strassenbahnen fahren und man nicht moechte, dass die Abbieger die Schienen blockieren und den ganzen Tram-Verkehr stauen. Denn da faehrt eine Strassenbahn hinter der anderen, Schnauze an Schwanz.

Das Hotel Bakpak war sehr gross und deshalb leider auch ziemlich anonym. Aber in meinem 10er-Zimmer waren zwei nette Schweden, mit denen ich mich oefters unterhalten habe. Ansonsten noch vier ThailaenderInnen um die 40, und ein grimmiger "aelterer" Herr, der jeden Tag betont hat, was fuer ein "f**king shitty place" das Hotel doch sei. Die anderen habe ich in der Zeit nicht kennengelernt.

Den ersten Tag in Melbourne habe ich damit verbracht, einfach durch die Stadt zu laufen und in verschiedenen Hostels Zettel auszuhaengen, die besagten, dass ich Leute suche, die ueber die Great Ocean Road nach Adelaide fahren und noch einen Platz im Auto frei haben.




Die vier Tage in Melbourne waren alle grau, kuehl und nass. Ganz Victoria bekam Regen ab, was sehr gut war, da die riesigen Buschfeuer eingedaemmt, bzw einige sogar ganz geloescht wurden, was der Feuerwehr in wochenlanger Arbeit nicht gelungen war.
Einen Tag bin ich mit der Strassenbahn nach St Kilda gefahren, habe "die Achterbahn mit den Zwiebeltuermen" gesehen, und bin anschliessend am Strand entlang nach Port Melbourne gelaufen, von wo aus ich wieder eine Strassenbahn zurueck in die Stadt genommen habe. Unterwegs gab's am Strand kostenlos "Splice"-Eis (sowas wie Capri). Lecker!;-)
Ansonsten war ich im Melbourne Museum, wo ich den angeblich letzten Thylacine (Tasmanischen Tiger) -ausgestopft- und Phar Lap, des bekannte australische Super-Rennpferd -auch ausgestopft- angeguckt habe. Im Anschluss daran war ich auf dem Melbourne Observation Deck und habe mir die Stadt von oben angeschaut, gefolgt von einem Spaziergang ueber den Federation Square und am Ufer von Southbank entlang.

Zu dieser Zeit fanden in Melbourne auch die Australian Open statt, und auf dem Federation Square wurde alles auf Maxi-Leinwand uebertragen.

Letztendlich habe ich dann eine Mitfahrgelegenheit nach Adelaide gefunden: fuer Montag, den 22.1., zusammen mit einem Jungen und zwei Maedels, die sich fuer die Strecke vier Tage Zeit nehmen wollten. Das war ganz nach meinem Sinn. Viel laenger wollte ich sowieso nicht in Melbourne bleiben - auf geht's!

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