Wednesday, November 29, 2006

Bundaberg No 2


Und ich war nicht mehr an der Tomatenmaschine!!!
Am naechsten Tag brauchten uns Nielsens ueberraschend doch nochmal. Wir haben alle Pflanzen, die wir in den zwei vorherigen Tagen geschnitten hatten, gepflanzt.
Das war recht angenehm; wir sassen dabei rueckwaerts auf einer Art Anhaenger hinter'm Traktor, und mussten in Rekordtempo die Pflanzenstuecke in sich schliessende Klauen einfuehren, die diese dann in die Erde befoerderten.
Nach fuenf Stunden hatten wir 20 Reihen bepflanzt, und keine Spitzen mehr uebrig.
Am naechsten Tag wurden wir dann aber wirklich nicht gebraucht, und mussten deshalb auf eine Cherry-Tomaten-Farm. Immer noch besser als die riesige Tomatenfarm mit der beruechtigten Tomatenmaschine.
Aber diese Arbeit war einfach oede. Achteinhalb Stunden auf einem Eimer sitzen, wobei man sich vorkam wie auf einem Dunny (=Plumpsklo), und vor sich eine gruene Wand, in der sich die kleinen Tomaten versteckten. Wir mussten alles pfluecken, was auch nur den leichtesten Gelbstich hatte, bis hin zu knallrot.
Da wir pro Eimer (25l) bezahlt wurden, gab's keine Antreiber, die uns gehetzt haetten, sondern wir konnten quasi selbst entscheiden, wie viel wir arbeiten, und somit verdienen, wollten.
Ich habe mir Zeit gelassen und zehneinhalb Eimer gefuellt, was ich gar nicht so viel fand. Meine Kollegin von der Suesskartoffelfarm hatte allerdings nur fuenfeinhalb Eimer, die Asiaten aber mindestens 15. Das sind richtige Arbeitstiere, die ernten die in einer Geschwindigkeit, das ist unfassbar! Fuer die ist es eine Strafe, Arbeit zu bekommen, bei der man nach Zeit bezahlt wird!
Das Aergerliche war, das die Pflanzen mit irgendetwas besprueht waren, was auf der Haut schwarz wurde. Am Ende des Arbeitstages waren Haende und Arme rabenschwarz, und unter der Dusche faerbte sich der weisse Schaum gelb. Noch heute ist etwas davon auf meinen Haenden, was bis jetzt nicht abgegegangen ist!
Den Tag danach, meinen letzten Tag in Bundaberg, habe ich mir freigenommen.

Gestern bin ich mit dem Greyhound-Bus nach Rainbow Beach gefahren, und wollte eigentlich heute schon mit einer Self-Drive-Tour nach Fraser Island rueber. Da ich aber nicht vorausgebucht hatte, sondern einfach so gekommen bin, wurde ich erstmal auf die standby-Liste gesetzt. Und bin natuerlich nicht mitgekommen. Dafuer wurde mir garantiert, dass ich morgen dabei bin. Dann geht's fuer drei Tage rueber auf die Insel!
Gestern abend war ich noch mit ein paar anderen aus dem Hostel auf dem "Carlo Sandblow", einer riesigen Sandsenke auf einem nahegelegenen Berg. Wenn man darin steht, kommt man sich vor wie in der Wueste. Auf der einen Seite ist eine recht steile Kante, von der aus man direkt auf das Blaetterdach des angrenzenden Regenwaldes blickt.
Auf der anderen Seite gehen Sandsteinklippen runter zum Strand, bestimmt gute 50 bis 100 Hoehenmeter (kann ich sehr schwer einschaetzen).
Wir hatten an der Rezeption gefragt, ob wir da runter koennten, und am Strand zurueck, aber man sagte uns, ohne Kletterseil und -schuhe nicht. Also nahmen wir die Strasse zurueck.
Heute war ich nochmal dort, mit drei anderen Maedels und einem Jungen, die alle noch nicht da waren. Tim fragte, ob wir nicht ueber die sandigen Klippen runterklettern wollten und am Strand zuruecklaufen. Es sah wirklich nicht sehr schwer aus, auch wenn es recht steil war, aber sehr sandig. Also haben wir es versucht, und es ging wirklich gut! Mehr Sand als Felsen, und seitlich rutschte man immer ein paar Meter weiter, bevor man wieder gebremst wurde. Nur einmal mussten wir ca. zwei Meter von einem Vorsprung auf den darunterliegenden sandigen Hang huepfen.
Es hat richtig viel Spass gemacht!!! Und der Weg am Strand zurueck war auch definitiv schoener als an der Strasse!!!
Ich werde das hier ins Gaestebuch schreiben, dass man da runter kann, auch ohne Kletterschuhe, am besten barfuss.
Heute nachmittag haben wir ein Briefing fuer die Tour, die morgen frueh losgeht.
Hoffentlich klart der Himmel bis morgen auf, im Moment ist es dicht bewoelkt und sprueht. Als wir vorhin von unserem Kletterabenteuer wiederkamen waren die Sachen von dem feinen Nieselregen richtig durchnaesst.
Viel mehr kann man in Rainbow Beach nicht tun (ausser irgendwelcher Aktivitaeten, die aber alle wieder was kosten, wie z.B. kayaking, hang gliding etc., was aber heute alles wegen schlechten Wetters abgesagt wurde). Aber der Strand hier ist sehr schoen, und nach den zwei Wochen tropischem Meer ist es schoen, mal wieder Wellen zu haben!
Jetzt ist es sowieso nur noch eine Stunde bis zum Briefing, und danach ist es auch schon Abend, Zeit zum Essen, zum Packen fuer Fraser, und dann zum Schlafengehen;-)
Bis nach Fraser Island,
Inken

1 Comments:

At 5:18 AM, Anonymous Anonymous said...

Lesen Sie das gesamte Blog, pretty good

 

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